6 Denkfehler im Umgang mit Geld – und wie du sie künftig für dich nutzt
Ob mentale Konten oder überbewerteter Besitz: Unser Umgang mit Geld ist selten rational. Umso besser, wenn wir unsere eingebauten Fehler genau verstehen.
Stell dir vor, du strandest in der Wildnis und hast außer einem Bündel Bargeld nichts dabei. Erst dann wird einem schlagartig bewusst: Ein Geldschein ist zunächst nur ein Stück Papier, mit dem man wenig anfangen kann.
Geld erhält seinen Wert erst durch das Vertrauen, das wir ihm kollektiv beimessen. Wenn der Wert von Geld aber in unserem Kopf entsteht, dann ist auch unser Umgang mit Geld – etwa beim Sparen, Investieren oder Konsumieren – von psychologischen Faktoren geprägt.
PD-Classic
Dieser Artikel ist eine Zusammensetzung aus 2 früheren Artikeln zu Denkfehlern im Umgang mit Geld. Sie sind zuerst im Juni und Juli 2025 erschienen. Vor Neuveröffentlichung haben wir die Texte und ihre Quellen noch einmal gründlich überprüft und aktualisiert.
Doch unser Verstand gleicht im Umgang mit Geld weniger einem nüchternen Rechenschieber, sondern eher dem Kaninchenbau aus Alice im Wunderland: Unsere Entscheidungen durchqueren verwinkelte Gänge, werden von Illusionen und Täuschungen verzerrt und manchmal vom rechten Weg abgebracht.
Kurz gesagt: Wenn es um Geld geht, handeln wir oft nicht rational.
Das Gute daran ist, dass unsere Denkfehler nicht zufällig oder chaotisch sind; sie folgen einem Muster. Die Behavioral-Finance-Forschung hat diese Muster in den vergangenen 50 Jahren aufgedeckt und gezeigt, dass wir systematisch die gleichen Denkfehler – auch Biases genannt – im Umgang mit unseren Finanzen begehen. Wer sie kennt, kann sie besser vermeiden.
Hier sind 6 wichtige Denkfehler – und wie du sie künftig zu deinem eigenen Vorteil nutzt:

